(K)ein Schulbezirk für die St. Elisabeth-Schule?

 

Katholische Schule nur für Duderstädter Kernstadt? – Schon die Überschrift im Eichsfelder Tageblatt in der Berichterstattung über die jüngste Schulausschusssitzung führt in die Irre, denn jede Schule auf den Dörfern Duderstadts hat einen höheren Anteil katholischer Schüler als die St. Elisabeth-Schule.

Schon von daher stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Bekenntnisschule, wie sie die St. Elisabeth-Schule ist. Finanziert zwar, wie die Janusz-Korczak Schule  vom  Steuerzahler und auf dem gleichen Grundstück gelegen, aber ohne sich an den pädagogischen Herausforderungen der Gegenwart zu beteiligen, wehrt sich die Schulleitung vehement gegen einen Schulbezirk, wie er auch für die benachbarte, „öffentliche“ Grundschule gilt. Auf den Dörfern könnten doch Kombiklassen eingerichtet werden, damit sei man doch selbst aufgewachsen, sie böten wertvolle pädagogische Möglichkeiten so Vertreter der CDU im Schulausschuss. Nach unserer Auffassung ist diese Haltung der CDU schlicht skandalös. Sie benachteiligt die Schüler und Schülerinnen auf den Dörfern, verschlechtert ihre Bildungschancen. Die CDU nimmt dies in Kauf, einzig um der St. Elisabeth-Schule ihre Privilegien zu sichern.

Keinesfalls wolle man zudem in die Wahlfreiheit der Eltern eingreifen, so die CDU weiter, dabei allerdings unterschlagend, dass man 2010 diese Wahlfreiheit bereits für alle öffentlichen Grundschulen eingeschränkt hatte, um die Grundschulen auf den Dörfern zu sichern, nur eben für die St. Elisabeth-Schule nicht. Für diese Schule könne kein Schulbezirk eingerichtet werden, so die damalige Rechtsauskunft der Stadt, die sich auf eine Auskunft der Bezirksregierung stützte. Diese Auskunft war ganz offensichtlich unwahr; eine diesbezügliche Nachfrage beim Bürgermeister aus dem Juli d.J. wurde ebensowenig beantwortet, wie eine spätere Anfrage der SPD. Diese Auskunft wolle man erst einmal abwarten, so die CDU, wohlwissend, dass der Ausschuss darauf noch ein „Weilchen“ hätte warten müssen. Daher bestand die SPD von vornherein auf einer Abstimmung im Schulausschuss.  Da die CDU mit ihrer Haltung allein stand und auch nicht geschlossen gegen den Antrag stimmte, wurde er angenommen. Allerdings steht zu befürchten, das die CDU in der Ratssitzung am 21.10 den notwendigen Schulbezirk ablehnt und damit sowohl Kombiklassen in Kauf nimmt als auch die Schließung von Schulen auf den Dörfern.

 

 


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