Wünsch Dir was zur Weihnachtszeit

 

Es weihnachtet nicht nur, auch wenn niemand es so recht bemerkt, auch der Wahlkampf für die Kommunalwahl im September 2016 hat, so scheint´s begonnen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die CDU nach 4 Jahren Grabesruhe im Stadtrat nun richtig „Gas geben“ will.
Den jüngst verkündeten Weihnachtswünschen schließt sich die SPD aus ganzem Herzen an:
Große Zustimmung seitens der SPD erfährt z.B. die Ankündigung, der Rat der Stadt Duderstadt werde sich demnächst „intensiv“ mit dem Thema Bauen beschäftigen: Womöglich hat es der eine oder andere verschlafen:

Bereits seit Jahren hat sich der Stadtrat mit diesem Thema  „intensiv beschäftigt“, Zählbares ist unter dem Strich allerdings nicht herausgekommen, im Gegenteil: Erst in der letzten Ratssitzung hat sich die CDU geweigert, endlich Farbe zu bekennen und den Antrag abgelehnt, im 1 Quartal des kommenden Jahres den Bürgern zu sagen, wo in Duderstadt und den Dörfern Baugebiete entstehen sollen und wo nicht und wie sie gedenkt, das Bauen im Bestand zu fördern. Sich nicht unglücklich über zeitliche Verzögerungen bei der Ausweisung von Baugebieten zu zeigen, habe dies doch z.B. in Nesselröden zur verstärkten Bebauung im Ortskern geführt, ist schlicht zu wenig. Vielleicht sollte die CDU zunächst an die Wünsche der Duderstädter Familien denken, die tatsächlich auch hier bauen wollen, statt an Göttinger Professoren zu denken, die sich hier niederlassen sollen. Solange „Neududerstädter“ in Obernfeld und anderswo bauen müssen, würden wir es sehr begrüßen, wenn statt wolkiger Reden konkrete Taten Schule machen würde.

Ebenfalls zu begrüßen ist die christdemokratische Orientierung Richtung Göttingen, wenngleich es auch hier eine Nummer kleiner geht, denn von einem Zusammenwachsen Göttingens mit Duderstadt sind wir glücklicherweise weit entfernt. Überhaupt sollte sich die CDU entscheiden, wohin die „Reise“ gehen soll, denn erst in der letzten Woche sollte Duderstadt nach dem Wunsch der CDU in einem Eichsfeldkreis aufgehen. Dieses Hin und Her macht insgesamt eher den Eindruck einer gewissen räumlichen Planlosigkeit.

Volle Zustimmung findet auch der gute Vorsatz der CDU, mit jungen Kräften zumindest im Hinblick auf die Kommunalwahl „richtig Gas zu geben“. Das kann nur gut für die kommunale Demokratie in Duderstadt sein, liegt doch die politische Führung seit Jahrzehnten in der Hand von Politikern weit jenseits des Rentenalters. Man muss zwar nicht von einer „Opa-Generation“, deren Zeit vorbei sei, reden, wie es schon seit Jahren aus CDU-Kreisen kolportiert wird, zumindest ein Generationenwechsel ist längst überfällig, um auch in Duderstadt für die Aufgaben der kommenden Jahre gerüstet zu sein.

Eins allerdings geht in der „Wünsch-Dir-was-Welt“  der Duderstädter CDU weit an der politischen Realität vorbei: Ganz sicher wird es keinen weiteren Sitz im Kreistag für die Duderstädter CDU geben, wozu auch, scheint die CDU doch die Kreistagswahlen bereits verloren gegeben zu haben, wenn sogar der CDU Bundestagsabgeordnete Güntzler mahnen muss, dass SPD-Landrat Reuter „nicht auf Lebenszeit“ gewählt sei. Das politische Gewicht des Eichsfeldes steigert man mit einem weiteren CDU-Mandat jedenfalls nicht, angesichts der Mehrheit von SPD und Grünen wäre es auf Seiten der Kreistagsmehrheit ganz sicher besser aufgehoben.

Die Duderstädter SPD jedenfalls wünscht allen Duderstädtern eine friedliche Weihnachtszeit und möge sich im politischen Adventskalender hinter jedem Türchen nicht nur heiße Luft im Vorwahlkampf befinden.

 

 


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